Fachinformationen der FMPP zur aktuellen Coronavirus-Pandemie

Innerhalb des Vorstandes der FMPP hat sich eine Task Force gebildet, die alle wichtigen Fragen und Empfehlungen über COVID-19 in der Psychiatrie diskutiert und kommuniziert. Mitglieder der Task Force sind Pierre Vallon (Präsident FMPP), Alain di Gallo (Vertreter SGKJPP), Fulvia Rota (Vertreterin SGPP), Philipp Straub (Rechtsberater FMPP) sowie Christoph Gitz (Geschäftsführer FMPP). Die Task Force informiert die Mitglieder mit regelmässigen Newslettern. Hier publiziert die FMPP die Antworten auf die wichtigsten Fragen und weitere Empfehlungen.

Schutz von Patienten und Patientinnen und den Praxisteams

  • Halten Sie sich an die Verhaltens- und Hygieneregeln des Bundesamts für Gesundheit.
  • Desinfizieren Sie regelmässig Ihre Praxis, d.h. alle Gegenstände, die angefasst werden, und informieren Sie entsprechend Ihre Patientinnen und Patienten über diese Massnahme.
  • Halten Sie in Ihrer Praxis Desinfektionsmittel bereit (in Apotheken oder Drogerien erhältlich).
  • Sorgen Sie für den nötigen Abstand (zwei Meter) zwischen Ihnen und den Patientinnen und Patienten.
  • Ist die Distanzhaltung, z.B. bei der Arbeit mit Kindern, nicht möglich, führen Sie Präsenz-Konsultationen nur in medizinisch absolut notwendigen Situationen durch.

Bitte beachten Sie unbedingt auch die laufend aktualisierte Website des BAG. Die FMH hat am 22. April ein Schutzkonzept zum Betrieb von Arztpraxen publiziert. Dieses beinhaltet, dass im direkten Patientenkontakt oder im Kontakt mit Mitarbeitenden chirurgische Masken (Typ II oder Typ IIR) getragen werden sollten. Der Arzt und die Ärztin haben die Fürsorgepflicht für ihre Patientinnen und Patienten sowie für ihre Mitarbeitenden.

Patientenbehandlung und Abrechnung

Anlässlich der Pressekonferenz von Freitag 19. Juni hat der BR angekündigt, dass die ausserordentliche Lage aufgehoben wird. Am 22. Juni 2020 ist die Verordnung 3 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in Kraft getreten. Die COVID-19-Verordnung 2 vom 13. März 2020, die als Grundlage für die Kostenübernahme ambulanter Leistungen auf räumliche Distanz während der Pandemie diente, gilt somit nicht mehr. Gemäss Website des BAG ist das Faktenblatt zur Kostenübernahme für ambulante Behandlungen auf räumliche Distanz damit hinfällig geworden. Die diesbezüglichen Empfehlungen des BAG wurden per 22. Juni aufgehoben. Es gelten ab dem 22. Juni 2020 wieder die im Tarmed 1.09 vom Bundesrat verordneten Limitationen.

Gegen diese inadäquate Massnahme hatte die Taskforce im Namen der SGPP und der SGKJPP am 7. Juli beim BAG schriftlich interveniert. Das BAG hat sich für eine Stellungnahme viel Zeit gelassen. Am 2. September haben wir endlich eine Antwort erhalten. Leider fällt diese abschlägig aus, d.h. dass fernmündliche Behandlungen auch weiterhin nicht als Präsenzkonsultationen abgerechnet werden können. Die Taskforce der FMPP ist entschlossen, diese Tatsache nicht einfach hinzunehmen. Sie wird mit der FMH und den Tarifverantwortlichen Kontakt aufnehmen und das weitere Vorgehen diskutieren.

Fortbildungspflicht

Die Geschäftsleitung des SIWF hat nach Konsultation aller Fachgesellschaften entschieden, die für das Jahr 2020 geforderten 50 Fortbildungscredits auf 25 zu halbieren. Sollte sich die Situation bis Mitte Jahr nicht wesentlich verbessern, besteht die Option, in einem zweiten Schritt weitere Massnahmen zu ergreifen Zur SIWF-Website ...

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