Ausblick SKV

Die Ständige Kommission Versicherungen (SKV) erfährt durch den Weggang von Fulvia Rota, die zur Präsidentin der SGPP gewählt wurde, eine wichtige Änderung in ihrer Zusammensetzung. Fulvia Rota war in der Tat mehr als 10 Jahre lang Mitglied, dann Präsidentin der SKV und hat damit die Entwicklung unserer Kommission wesentlich mitgeprägt. Wir nehmen dies hier zum Anlass, die verschiedenen Aspekte unserer Kommissionsarbeit nochmals vorzustellen: Hauptaufgabe der SKV ist es, die Anfragen unserer Mitglieder zu beantworten, wenn es um Schwierigkeiten oder Konflikte mit Versicherern (zum Beispiel Krankenkassen, Privatversicherern oder der Invalidenversicherung) geht. Die häufigsten Anfragen betreffen Schwierigkeiten in Zusammenhang mit Kostengutsprachegesuchen für ärztliche Psychotherapien oder für integrierte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungen (IPPB) sowie Probleme mit Taggeldversicherungen bei Arbeitsunfähigkeit. Wir diskutieren alle eintreffenden Anfragen im SKV-Team auf dem Mailweg und bemühen uns, sie wenn immer möglich innert einiger Tage zu beantworten. Dabei beschränken wir uns auf Information und Beratung und werden im Einzelfall nicht gegenüber Dritten aktiv. Wenn in diesen Anfragen ein Thema oder ein einzelner Versicherer immer wieder angesprochen wird, können wir aber auch gegen aussen aktiv werden. So haben wir vor über 10 Jahren die Schaffung einer paritätischen Kommission (PK) mit der Schweizerischen Gesellschaft der Vertrauens- und Versicherungsärzte (SGV) angeregt. In dieser PK besprechen wir seither wiederkehrende Schwierigkeiten unserer Mitglieder mit Vertrauensärztinnen und -ärzten oder mit Versicherern und Probleme von Vertrauensärztinnen und -ärzten mit unseren Mitgliedern in einer konstruktiven und kollegialen Atmosphäre. In diesem Rahmen haben wir Fragen wie die Einmischung ins Setting, die Definition der IPPB u.a.m. klären, aber auch zum Teil Fortbildungen für Vertrauensärztinnen und -ärzten anbieten können. Ein anderes wiederkehrendes Thema in der SKV sind die Wirtschaftlichkeitsprüfungen durch santésuisse. Auch da haben wir vor Jahren das Gespräch gesucht, allerdings mit deutlich weniger Erfolg. Santésuisse ist nicht am Dialog interessiert und will von uns gar nicht erfahren, warum die Wirtschaftlichkeitsprüfung im Fach Psychiatrie und Psychotherapie grundlegend anders erfolgen muss als in anderen medizinischen Fachrichtungen. Das wurde im Gespräch mit santésuisse sehr deutlich. Wir sind aber als FMPP in einer Arbeitsgruppe der FMH vertreten, die sich explizit mit dem Problem der Wirtschaftlichkeitsverfahren von santésuisse befasst. Und wir stehen unseren Mitgliedern bei Fragen zur Wirtschaftlichkeitsprüfung im Einzelfall nach wie vor beratend zur Seite. Auf der homepage der FMPP (Mitgliederbereich > SKV) findet sich hierzu auch ein Merkblatt. Ein ceterum censeo drängt sich in diesem Zusammenhang auf: Achten Sie darauf, für alle Ihre regelmässigen Behandlungen Kostengutsprachen einzuholen und bewahren Sie diese Kostengutsprachen sorgfältig auf.

Die Arbeit unserer Kommission erfolgt in kleinen Schritten und ist auf lange Sicht geplant. Wir wollen damit unseren Mitgliedern im konkreten Fall die entscheidenden Informationen und Ratschläge geben können. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die allermeisten Anfragenden unsere Beratung als wertvolle «Serviceleistung» ihrer Fachgesellschaft schätzen. Aktuell setzt sich die SKV aus folgenden Mitgliedern zusammen: Maria Cerletti (SGPP), Matthias Koester (SGKJPP), Christopher Pfaff (SGPP), Jean-Daniel Sauvant (SGPP) und Madeleine Zwald (SGKJPP).


Jean-Daniel Sauvant, Präsident SKV 


 

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