Christoph Gitz, Geschäftsführer
Über 200 FMPP-Mitglieder haben sich an der diesjährigen Umfrage der FMPP teilgenommen und kritisch Stellung bezogen zur aktuellen Güte der Information/Kommunikation und zu ihrer zukünftigen Entwicklung. Die „Stichprobe“ der an der Umfrage teilnehmenden Mitgliedern bildet statistisch betrachtet die Grundgesamtheit der Mitglieder bezüglich Tätigkeit in der Erwachsenen- oder Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, bezüglich Alter und Geschlecht aber auch bezüglich Arbeitskantone und Arbeitsform (in einer Klinik, in einer Einzel- oder Gruppenpraxis) gut ab, so dass von einer guten Repräsentanz der Ergebnisse ausgegangen werden darf.
Die Ergebnisse ...
Bei der internen Information hat sich das neue Konzept mit der Kombination von Print-, Online- und High-Priority-Newslettern bewährt wobei den Online-Newslettern gegenüber der Print-Variante von einer Mehrheit der Antwortenden der Vorzug gegeben wird. Dazu im Folgenden einige wichtige Ergebnisse:
- 4 von 5 Antwortenden kennen den Online-Newsletter „psyCHiatrie“ und 54% lesen diesen immer oder regelmässig. Die einzelnen Rubriken werden von einer grossen Mehrheit gut bis sehr gut beurteilt. Am besten beurteilt werden das Editorial und die Beiträge zu Fachthemen. Als Änderungsbedarf werden vermehrte Hintergrundinformationen gewünscht oder aber stringentere Positionen und Aussagen in berufs- und gesundheitspolitischen Themen.
- Auch der Print-Newsletter „psyCHiatrie“ kennen 4 von 5 Antwortenden. Er wird sehr ähnlich anerkennend beurteilt wie der Online-Newsletter. Inhaltlich werden hier neben den Fachthemen auch die Interviews positiv hervorgehoben. Geschätzt werden auch das Format, die Häufigkeit und der Umfang, der eine schnelle Lektüre des Wesentlichen erlaubt. Der Print-Newsletter wird jedoch nur von einer kleinen Minderheit (10%) an weitere interessierte Leserinnen und Leser weitergereicht. Bemängelt wird, dass bestimmte Themen und Gruppierungen zu wenig Raum erhalten wie etwa das Thema Nachwuchs oder aber die „Stimme der Basis“. Zum besseren Einbezug der Basis soll die Homepage optimiert und die Nutzung sozialer Medien geprüft werden. Auch mehr Beiträge zu praxisrelevanten und zu politisch relevanten Themen inkl. deren verbandspolitische Einordnung werden im Sinne der Transparenz gegenüber den Mitgliedern gewünscht.
- Wie bereits in diversen Delegiertenversammlungen moniert, wurde auch von einer Mehrheit der Mitglieder die externe Information und Kommunikation der FMPP nicht wahrgenommen (mehr als 60% der Antwortenden) oder falls doch, dann eher kritisch beurteilt. Deren Wichtigkeit gerade für das Image und für die Positionierung der Fachgesellschaften ist für über 90% der Antwortenden wichtig oder sehr wichtig.
- Als wichtigsten Kritikpunkte werden aufgeführt:- Die fehlende Wahrnehmung/Präsenz in der Öffentlichkeit.
- Die nicht ausreichende Wahrnehmung der FMPP in der Politik und Verwaltung (ungenügende Lobbyarbeit), bei anderen Fachgesellschaften und in der Gesellschaft allgemein.
- Die kaum zu hörende Stimme der FMPP im Zusammenhang mit dem Übergang von der Delegierten Psychotherapie zum Anordnungsmodell.
- Als wichtige Themen für eine aktivere externe Kommunikation werden genannt:
- Was leistet eine Psychiaterin/ein Psychiater? Wozu braucht es uns? Was unterscheidet uns von Nicht-Mediziner? Was sind unsere Leistungen wert?
- Beiträge zur Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung der Psychiatrie.
- Beiträge zur Sicherung des beruflichen Nachwuchses.
…und was aus den Ergebnissen wird.
Der Vorstand FMPP hat sich mit diesen Ergebnissen eingehen auseinandergesetzt und strebt inskünftig eine Weiterführung des guten Niveaus in der internen Information/Kommunikation und eine klare Intensivierung der externen Kommunikation mit einer professionellen fachlichen Begleitung der Präsidien in der Lobbyarbeit wie auch in der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit an. Der Evaluationsprozess für die Vergabe entsprechender externer Mandate läuft.