Virtueller SGKJPP Kongress / Programm online

Der Titel des diesjährigen SGKJPP Kongresses «Herausforderungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie», der am 28.8.2020 stattfindet, passt aus vielen Gründen.

Susanne Walitza, Co-Präsidentin SKK und ärztliche Direktorin des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD) der PUK


 

Die jetzige Corona Krise ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung, gerade auch für die in der Psychiatrie Tätigen. Aufgrund der aktuellen Situation haben wir uns daher entschlossen, den Kongress nicht abzusagen, sondern erstmals als virtuellen Kongress unserer Fachgesellschaft durchzuführen. Wir haben die Herausforderung angenommen und freuen uns, dass wir trotz dieses ungewohnten Formates alle gemeinsam ein unser gesamtes Fachgebiet umspannendes Programm mit Referenten und Teilnehmenden aus der ganzen Schweiz und auch mit internationalen Referenten auf die Beine stellen konnten.

Zwischen den Plenarvorträgen von Professur Bruno Fallisard (Paris), Prof. Johannes Hebebrand (Duisburg/Essen), Susanne Walitza und Michael Kaess (Zürich und Bern), die sich alle um aktuelle Themen der Kinder- und Jugendpsychiatrie drehen, finden 24 Symposien zu allen Gebieten von A bis Z statt: von Adoleszenten-Psychiatrie und Schweizer ADHS Handlungsanleitungen bis zur Prävention von Suizidalität sowie der Vorstellung des Programms AdoAssip bis zu neuen Behandlungsmethoden von Zwangsstörungen. Die Symposien sind interaktiv gestaltet und laden die Teilnehmer zu Fragen und Inputs ein. Über die Mittagszeit gibt es vier Lunch-Symposien der Industrie z.B. zu ADHS mit Prof. Tobias Banaschewski und zu Schlafstörungen mit Prof. Carmen Schröder.

In den noch folgenden Wochen wollen wir einige Highlights des Kongresses auf der Homepage der SGKJPP vorstellen wie z.B. das Symposium mit Prof. Andrew Chanen und Dr. André della Casa HYPE - Early Intervention Program for Adolescents with Borderline Personality Disorder – wurde von Prof. Chanen in Australien entwickelt und jetzt auch in der Schweiz implementiert. Prof. Marie Schär aus Genf stellt in ihrem Symposium bereits aktuelle Befunde von Auswirkungen von Covid-19 und Behandlungsempfehlungen vor. Neueste Befunde zu Autismus, zur Früherkennung der Psychose und der Bedeutung von Schlaf und Geschlechtsdysphorie und Geschlechtsinkongruenz bei Kindern und Jugendlichen werden ebenfalls vorgestellt.

Die Begrüssung und Einführung in den virtuellen Kongresstag wird durch unsere SGKJPP-Präsidenten erfolgen. Wir wollen, wenn wir uns schon nicht persönlich sehen, trotzdem unseren Austausch und Vernetzung aufrechterhalten und diese neuen Möglichkeiten nutzen, die wir ja nun auch mit der Telemedizin in der Therapie eingesetzt haben. Das Programm steht: Die Hauptvorträge werden übersetzt (D/F), es gibt ein englischsprachiges Symposium, die Lunch-Sessions wird man als regulärer Teilnehmer noch über einen längeren Zeitraum einsehen können. Jetzt kommt es vor allem auch auf Sie und die Teilnehmenden an. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und interessante Diskussionen.

Der Kongress richtet sich nicht nur an Kinder- und Jugendpsychiater, sondern an alle Psychiaterinnen und Psychiater, die sich für Familien und die gesamte Altersspanne interessieren. Allen im Fachgebiet tätigen Fachleuten bietet der Kongress viel Neues und Interessantes.

Vorkongress für Assistenzärztinnen/-ärzte und Psychologen in Weiterbildung/Weiterbildungskongress

Am Nachmittag vor dem SGKJPP Kongress findet ein Vorkongress statt, der sich primär an Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie richtet. Die Hauptreferenten, Prof. Bruno Fallisard und Prof. Johannes Hebebrand, halten Vorträge zum Thema ADHS und Essstörungen und richten sich auch persönlich an die Assistenten. Zwei Assistenzärzte stellen jeweils ihre Forschungsprojekte vor. Gedacht ist das Format als eine gemeinsame Akademie für Weiterbildungskandidatinnen aus der ganzen Schweiz. Bisher haben sich die Assistierenden oft in Weiterbildungen z.B. im gemeinsamen Curriculum der Ostschweiz getroffen, aber es gibt bis anhin keine Möglichkeit sich schweizweit auszutauschen. Ein anderes Ziel ist die Nachwuchsförderung und auch die Verbindung zwischen akademischer und klinischer Weiterbildung und Förderung und wie diese gemeinsam am besten gelingen kann. Elvira Tini, Vorsitzende der SGKJPP Arbeitsgemeinschaft der Oberärztinnen und Assistenzärztinnen (AA) wird für die 3. Session des Tages Fragen der Assistenzärztinnen und Assistenzärzte als FAQ sammeln und zusammen mit Susanne Walitza in ihrer Funktion als Zürcher Weiterbildungsstätten-Leiterin mit den beiden Hauptreferenten diskutieren. Hier geht es auch um eine langfriste Vereinbarkeit von Familie und beruflicher Karriere. Eigene Erfahrungen und Möglichkeiten zur Umsetzung können hier diskutiert werden. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und auf einen angeregten Austausch.

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